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Trostgebet nach Psalm 23

 

Für Sie, für Euch, für alle Leser dieser Seite:

Nach wie vor brauchen und suchen wir Trost, der uns hilft mit unserem Verlust umzugehen. Das Folgende ist eine Möglichkeit; es macht Traurigkeit und Trost spürbar, für jeden der es liest.

Trostgebet nach Psalm 23

Ich bete:Der Herr ist mein Hirte, und ich fühle mich so jämmerlich verlassen.

Und ich bete weiter: Mir wird nichts mangeln und ich weiß: Dieser Mensch, Andreas, wird mir fehlen, seine Liebe kann mir keiner ersetzen, ich werde ihn mein Leben lang vermissen. Und ich bete weiter: Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zu frischem Wasser und ich denke mir: Wenn Gott eine Zukunft mit mir vorhat, so sehe ich sie noch nicht. Aber wenn ich eines Tages aufatmen werde, danke ich es ihm. Und so versuche ich weiter zu beten: Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens Willen. Und ich denke mir, dass ich in meiner Trauer geprüft werde und ich frage mich: Wen meinst du wirklich? Weinst du, weil du etwas verloren hast oder weinst du, weil der Verstorbene sein Leben verloren hat? Hat er das?

Und in meinen Fragen bete ich: Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal – und die Trauer ist so ein Tal – fürchte ich kein Unglück – und schäme mich meiner Gefühle nicht – denn du bist bei mir, auch wenn mein Weg zum Friedhof führt und die Wohnung leerer geworden ist. Dein Stecken und Stab trösten mich und ich bete mit neuer Sicherheit: Du bereitest vor mir einen Tisch – und ich denke an die nächste Mahlzeit, wo ein Platz leer bleiben wird – und das Gebet geht weiter: im Angesicht meiner Feinde. Und wenn mir meine Trauer nur dies beigebracht hätte, wie unwichtig und grundlos meine Feindschaften sind, so will ich der Trauer danken, die mich freimacht von bestehenden Feindschaften. Du salbst mein Haupt mit Öl und schenkst mir voll ein. Ja, du Herr verwandelst meinen Schmerz in Reife. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang. Du, Herr, begleitest mein Leben, wohin es auch geht. Und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar. Bei dir habe ich meine Heimat.

Amen

            

L. U.

„80 Prozent der Meldungen über den 27-jährigen seien nachweislich falsch gewesen“ (1)

Markantes Statement von Ulrich Wickert zur Presseberichterstattung über Andreas Lubitz

Das 80 Prozent der Meldungen über den 27-jährigen Andreas Lubitz nachweislich falsch gewesen seien, ist nicht das Statement von Familie Lubitz, sondern von Ulrich Wickert, einem der renommiertesten und kompetentesten Journalisten Deutschlands. Bei einem Vortrag in Dillingen warnte er davor, dass mit Gerüchten zur Unterhaltung beizutragen, nichts mit dem Auftrag der Presse zu tun habe. Ferner sagte er: „Angesichts der Schnelllebigkeit nähmen sich viele Medien in einem harten Wettbewerb oft nicht mehr die Zeit, den Wahrheitsgehalt der Nachrichten zu überprüfen“.(1)

An folgenden Meldungen, die immer wieder von der Presse gebetsmühlenartig wiederholt wurden, sollen exemplarisch Falschmeldungen über Andreas Lubitz aufgezeigt werden. So wurde unzählige Male behauptet, dass er den Kapitän ausgesperrt haben soll. Das ist nachweislich falsch. Anhand des Transkriptes des Cockpit Voice Recorder Protokolls wird nachgewiesen, dass es nicht so war. Siehe unser Beitrag unter:

https://andreas-lubitz.com/de/2018/08/17/das-absichtliche-aussperren-des-kapitaens-aus-dem-cockpit/

Des Weiteren wurde in unzählige Pressemeldungen berichtet, dass Andreas Lubitz in 2014/2015 depressiv gewesen sein soll. In der Pressekonferenz vom März 2017 hat Günter Lubitz(2) explizit darauf hingewiesen, was der Düsseldorfer Staatsanwalt Kumpa in seinem Abschlussvermerk vom Dezember 2016 bestätigt hat:

„Keiner der 2014/2015 behandelnden Ärzte – seien es psychiatrische Fachärzte oder sonstige Mediziner – hat bei Andreas Lubitz zu diesem Zeitpunkt eine Depression diagnostiziert. Ausserdem hat kein Arzt und Therapeut Suizidgedanken festgestellt bzw. vom Patienten berichtet erhalten. Auch lagen keine Hinweise auf ein fremdaggressives Verhalten vor.“

Trotzdem nahm die Presse diese Aussage in der Pressekonferenz von Günter Lubitz nicht zur Kenntnis und berichtete weiterhin, nachweislich falsch, von dem depressiven Copiloten. Darin lässt sich sehr gut nachvollziehen, wie angesichts der Schnelllebigkeit unserer Zeit viele Medien sich oft nicht mehr die Zeit nehmen, den Wahrheitsgehalt von Nachrichten zu überprüfen und dann zu aktualisieren, um somit neue Erkenntnisse einzubeziehen, die dann zu komplett gegensätzlichen Aussagen führen und konsequenterweise neue Fragen aufwerfen würden.

Ein Paradebeispiel geballter, journalistischer Inkompetenz, gepaart mit einer Anhäufung von Dilettantismus ist die unter Verantwortung des BILD Chefredakteurs, Julian Reichelt, vom BILD Redakteur John Puthenpurackal publizierte Episode, über die angebliche Ex-Freundin von Andreas Lubitz, Maria W.. Siehe dazu auch der Beitrag unter:

https://andreas-lubitz.com/de/2017/08/28/maria-w-die-exfreundin-die-es-nie-gab/

Der FOCUS fragte anschliessend: „Streit um angebliche Lubitz-Geliebte: Saß die „BILD“ einer Hochstaplerin auf?“(3) Dieses Beispiel verdeutlich noch markanter, wie Informationen aus Sensationsgier und um Auflage zu erzielen, ungeprüft und dilettantisch publiziert werden. Man kann somit der Aussage von Ulrich Wickert nur zustimmen, dass 80 Prozent der Meldungen über Andreas Lubitz nachweislich falsch gewesen waren!

L.U.

 

(1)https://www.augsburger-allgemeine.de/dillingen/Angenehmer-Abend-mit-Ulrich-Wickert-id44337116.html

(2)https://andreas-lubitz.com/wp-content/uploads/2017/05/2017.03.24_Einf%C3%BChrung-Lubitz_PK-Berlin_4U9525.pdf

(3)https://www.focus.de/panorama/welt/bericht-naehrt-neue-zweifel-an-glaubwuerdigkeit-streit-um-angebliche-lubitz-geliebte-sass-die-bild-einer-hochstaplerin-auf_id_7261914.html

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Aus aktuellem Anlass – Erneute Klage durch Hinterbliebenen-Anwalt

Aus aktuellem Anlass – Erneute Klage durch Hinterbliebenen-Anwalt

Giemulla lässt über die dpa (Deutsche Presse-Agentur) eine Mitteilung über eine Klageerweiterung verbreiten und argumentiert mit falschen Sachverhalten

Es geht also wieder los! Treibende Kraft ist einmal mehr Hinterbliebenen-Anwalt Giemulla. Unter dem Druck der Verjährung wird noch schnell eine Klageerweiterung eingereicht. Eine Mitteilung darüber bei der dpa soll für eine weite Verbreitung in der Medienlandschaft sorgen. Ist das der Weg zur Ruhe, die man finden wollte? Warum tut man dann sowas und was will man damit erreichen?

Man will erneut oder weiterhin Druck ausüben, um noch höhere Schmerzensgeld Zahlungen von der Lufthansa zu erzwingen. Man hofft auf eine Explosion in der Medienlandschaft, die diesen Druck auf den Konzern noch erhöht, der dann möglicherweise eher bereit ist zu zahlen, damit der Name wieder aus den Negativschlagzeilen verschwindet.

Dem Wortlaut von Rechtsanwalt Giemulla kann man entnehmen, dass es sich um eine Klage von 200 Angehörigen von 49 Opfern handelt, dass es um mehr als das Doppelte von dem was bisher seitens der Lufthansa gezahlt wurde, geht. Da klagen 200 Angehörige von 49 Opfern, also im Schnitt vier Angehörige pro Opfer! Und obwohl argumentiert wird, dass es auch um Aufklärung gehe, wo der Konzern versagt habe, fällt es schwer, das zu glauben. Dass die breite Öffentlichkeit das auch so empfindet, belegen im Übrigen die Kommentare zu den Artikeln, die ohnehin nur von regionalen Zeitungen oder Sendern veröffentlicht wurden, nicht aber von den Leitmedien.

Bisher haben wir uns in unserer Wortwahl immer sehr zurückgehalten, heute möchten wir es aber einmal deutlich aussprechen: Anwalt Giemulla hält an seinen Lügen fest und verändert Sachverhalte auf Kosten unseres Sohnes. Es ist schlichtweg nicht wahr, dass Andreas seine fliegerische Ausbildung nur mit einer Sondergenehmigung beenden konnte. Dazu haben wir schon in dem Beitrag vom September 2017 ausführlich geschrieben, der im Archiv nachzulesen ist.

Warum bedient man sich als Anwalt solcher Methoden? Oder anders gefragt: Ist es Giemullas Aufgabe das Bild des psychisch kranken Copiloten ständig zu erneuern und aufrecht zu erhalten, und wenn ja warum oder in wessen Auftrag und Interesse? Natürlich ist er auch in Zugzwang geraten, denn ein Anwaltskollege hat für seine Mandanten höhere Schmerzensgeld Zahlungen erwirkt, allerdings unter der Bedingung, dass die Anklagen gegen den Lufthansakonzern fallen gelassen wurden.

https://www.stern.de/panorama/klageerweiterung-germanwings-absturz–angehoerige-wollen-mehr-schmerzensgeld-8520070.html

Gemäß dem zitierten STERN Artikel: „Giemulla verlangt nach eigenen Angaben von der Flugschule Akteneinsicht. Er will zudem in den USA Zeugen vernehmen, um Versäumnisse zu belegen. Das Gesamtanliegen der Hinterbliebenen sei neben dem Schmerzensgeld, dass aufgeklärt werde, „an welcher Stelle im Weltkonzern der psychisch kranke Copilot durch das Kontrollnetz gefallen ist“, sagte der Anwalt weiter“.

Giemulla macht durch diese Aussage, wie schon 2017, unseren Sohn erneut zum dauerhaft psychisch Kranken, entgegen allen Ermittlungsergebnissen. Im Abschlussvermerk des Düsseldorfer Staatsanwaltes Kumpa steht:

„Zum einen liegen nach dem Ergebnis der Ermittlungen keine Anhaltspunkte dafür vor, dass Andreas Lubitz zum Zeitpunkt seiner Einstellung als Flugbegleiter und später als Pilot bei der Germanwings psychisch krank war.“

Und weiter wird festgestellt:

„Keiner der 2014/2015 behandelnden Ärzte – seien es psychiatrische Fachärzte oder sonstige Mediziner – hat bei Andreas Lubitz zu diesem Zeitpunkt eine Depression diagnostiziert. Außerdem hat kein Arzt und Therapeut Suizidgedanken festgestellt bzw. vom Patienten berichtet erhalten. Auch lagen keine Hinweise auf ein fremdaggressives Verhalten vor.“

Und dann wäre da noch die Frage: Ist Giemulla im Zuge seiner Tätigkeit als Anwalt überhaupt berechtigt, Akteneinsicht von der Flugschule zu verlangen oder Zeugen zu vernehmen? Ist das nicht die Aufgabe von Staatsanwälten oder Richtern? Mal ganz davon abgesehen, dass Zeugenvernehmungen schon durch die US Behörden erfolgt und Bestandteil der Untersuchungsakte sind. Sollte er dennoch dazu berechtigt sein, dann nur zu: Er wird in den USA von niemandem etwas Negatives oder Belastendes erfahren. In keiner Sache sind wir uns da so sicher wie in dieser. Da werden sich keine Auffälligkeiten oder Versäumnisse finden lassen. Die Zeit in Arizona ist für alle Pilotenanwärter das Highlight der Ausbildung. Das war es auch für unseren Sohn. Und diesen Teil hat Andreas als erster aus seinem Kurs mit guten Ergebnissen beendet, und zwar ohne Sondergenehmigung.

Dem Hinterbliebenen-Anwalt Giemulla müssten diese Sachverhalte eigentlich klar sein, sofern er ein sorgfältiges Aktenstudium betrieben hat, was man angesichts seiner falschen Behauptungen inzwischen ernsthaft anzweifeln muss.

Was wäre, wenn man endlich zur Kenntnis nehmen würde, dass die Geschichte des psychisch kranken Copiloten so nicht stimmt? Man hätte dann keine plausible Erklärung mehr.

Dann müssten die Opferangehörigen, deren Anwälte, die Untersuchungsbehörden, die Öffentlichkeit etc. beginnen, nach der wirklichen Absturzursache zu fragen und alternativen Sachverhalten nachgehen.

L. U.

Drei merkwürdige Gäste und ein guter Stern

Die vornehmen Leute aus dem Osten hatten den Stall und die Krippe noch nicht lange verlassen, da trug sich eine seltsame Geschichte in Bethlehem zu, die in keinem Buch verzeichnet ist.

Wie die Reitergruppe der Könige gerade am Horizont verschwand, näherten sich drei merkwürdige Gestalten dem Stall.

Die erste trug ein buntes Flickenkleid und kam langsam näher. Zwar war sie wie ein Spaßmacher geschminkt, aber eigentlich wirkte sie hinter ihrer lustigen Maske sehr, sehr traurig. Erst als sie das Kind sah, huschte ein leises Lächeln über ihr Gesicht. Vorsichtig trat sie an die Krippe heran und strich dem Kind zärtlich über das Gesicht: „Ich bin die Lebensfreude“ sagte sie. „Ich komme zu Dir, weil die Menschen nichts mehr zu lachen haben. Sie haben keine Freude mehr am Leben. Alles ist so bitterernst geworden.“ dann zog sie ihr Flickengewand aus und deckte das Kind damit zu. „Es ist kalt in dieser Welt. Vielleicht kann Dich der Mantel des Clowns wärmen und schützen.

Darauf trat die zweite Gestalt vor. Wer genau hinsah, bemerkte ihren gehetzten Blick und spürte, wie sehr sie in Eile war. Als sie aber vor das Kind in der Krippe trat, schien es, als falle alle Hast und Hektik von ihr ab. „Ich bin die Zeit“ sagte sie und strich dem Kind zärtlich über das Gesicht.

Eigentlich gibt es mich kaum noch. Die Zeit, sagt man, vergeht wie im Flug. Darüber haben die Menschen aber ein großes Geheimnis vergessen. Die Zeit vergeht nicht. Zeit entsteht. Sie wächst überall dort, wo man sie teilt.“ Dann griff die Gestalt in ihren Mantel und legte ein Stundenglas in die Krippe. „Man hat wenig Zeit in dieser Welt. Diese Sanduhr schenke ich Dir, weil es noch nicht zu spät ist. Sie soll Dir ein Zeichen dafür sein, dass Du immer so viel Zeit hast, wie Du Dir nimmst und anderen schenkst.

Dann kam die dritte Gestalt an die Reihe. Sie hatte ein geschundenes Gesicht voller dicker Narben, so als ob sie immer und immer wieder geschlagen worden wäre. Als sie aber vor das Kind in der Krippe trat, war es als heilten die Wunden und Verletzungen, die ihr das Leben zugefügt haben musste. „Ich bin die Liebe“ sagte die Gestalt und strich dem Kind zärtlich über das Gesicht. „Es heißt, ich sei viel zu gut für diese Welt. Deshalb tritt man mich mit Füßen und macht mich fertig.

Während die Liebe so sprach, musste sie weinen und drei dicke Tränen tropften auf das Kind.

Wer liebt, hat viel zu leiden in dieser Welt. Nimm meine Tränen. Sie sind das Wasser, das den Stein schleift. Sie sind wie der Regen, der den verkrusteten Boden wieder fruchtbar macht und selbst die Wüste zum Blühen bringt.

Da knieten die Lebensfreude, die Zeit und die Liebe vor dem Kind des Himmels. Drei merkwürdige Gäste, die dem Kind ihre Gaben gebracht hatten. Das Kind aber schaute die drei an, als ob es sie verstanden hätte.

Plötzlich drehte sich die Liebe um und sprach zu den Menschen: „Man wird dieses Kind zum Narren machen, man wird es um seine Lebenszeit bringen und es wird viel leiden müssen, weil es bedingungslos lieben wird. Aber weil es ernst macht mit der Freude und weil es seine Zeit und seine Liebe verschwendet, wird die Welt nie mehr so wie früher sein. Wegen dieses Kindes steht die Welt unter einem neuen guten Stern, der alles andere in den Schatten stellt.

Darauf standen die drei Gestalten auf und verließen den Ort. Die Menschen aber, die all das miterlebt hatten, dachten noch lange über diese rätselhaften Worte nach.

(Autor unbekannt)

Zur Weihnachtszeit, diese kleine Geschichte zum Nachdenken. Wir wünschen Ihnen allen, die Sie sich immer noch und weiterhin mit uns verbunden fühlen, ein friedvolles Fest und geruhsame Feiertage. Danke für Ihre Unterstützung und aufmunternden Worte. Bleiben Sie im Neuen Jahr vor allem gesund.

Herzlichst, Ihre Familie Lubitz

Warum wurden die Stimmaufzeichnungen des Cockpit Voice Recorders nicht eindeutig zugeordnet?

Die Zuordnung der Stimmen des Kapitäns und des Copiloten erfolgte rein spekulativ

Wie in jedem Airbus A320 waren auch im Cockpit der abgestürzten Germanwings Maschine verschiedene Mikrophone verbaut, um die akustischen Wahrnehmungen auf dem Cockpit Voice Recorders (CVR) aufzuzeichnen.  Jedes Mikrophon ist einer eigenen Spur auf dem CVR, mit einer Aufnahmedauer von 30 Minuten, zugeordnet.

Die verschiedenen Mikrophone zeichnen die Kommunikation der Piloten und jegliche Arten von Geräuschen im Cockpit auf. Zu diesen Geräuschen gehören zum Beispiel Alarme im Cockpit, Verstellungen an den Bedienknöpfen im Cockpit, soweit akustisch wahrnehmbar, Verstellungen an den Pilotensitzen und das Schliessen und Öffnen der Cockpit Türe, etc.

Auch bei akustischer Aufzeichnung der Öffnung und Schliessung der Cockpit Tür kann nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden, dass jemand das Cockpit verlässt oder hineingeht. Dies wäre nur mittels Videozeichnungen möglich, die es aber nicht gibt.

Auf Seite HA 05111 der französischen Ermittlungsakte, deutsche Übersetzung, wird bei der Abhörung des CVR’s am 26. März 2015 durch Gendarmen der Luftverkehrs-Gendarmerie SRTA Paris-Charles-De-Gaulle, folgende Zuordnung der Mikrophone und somit der Spuren getroffen und dokumentiert: „Die Spuren 1 und 2 entsprechen den Helmmikros des Flugkapitäns und des Copiloten.“ Daraus lässt sich der Schluss ziehen, dass die Spur 1 dem Flugkapitän und die Spur 2 dem Copiloten zugeordnet wird.

Hingegen werden auf Seite HA 05129 der gleichen Ermittlungsakte, Abhörung des CVR’s am 28. März 2015 durch Gendarmen, vier Ingenieure der BEA und einer Person deutscher Abstammung bei der Luftverkehrs-Gendarmerie SRTA Paris-Charles-De-Gaulle, die Mikrophone und damit die Spurenbelegungen genau anderes herum zugeordnet. Dort ist protokolliert:

Spur 1: Headset des Copiloten

Spur 2: Headset des Kapitäns

Um zweifelsfrei nachzuweisen und sicherzustellen, dass der Copilot Andreas Lubitz und der Kapitän Patrick Sondenheimer tatsächlich in den letzten 30 Minuten im Cockpit anwesend waren, hätte eine Stimmenidentifizierung durchführt werden müssen. Dazu hätte man den engsten Angehörigen, d. h. den Eltern des Copiloten und der Kapitänsgattin, die Cockpit Voice Recorder Aufzeichnungen vorspielen müssen.

Die Realität sah aber anders aus: Bei einer Abhörung des CVR’s am 28. März 2015 bei der Luftverkehrs-Gendarmerie SRTA Paris-Charles-De-Gaulle kommt man gemäss HA 05127 zu folgendem Schluss: „Da einige Spuren schwer verständlich sind, wird die Sitzung unterbrochen, um den betreffenden Stimmauszug abzuklären. Aufgrund der bei diesen Arbeiten zusammengetragenen Sachverhaltsmerkmale können wir vermuten, dass die kräftigere von den verschiedenen Spuren erfasste Stimme, die des Flugkapitäns ist.“

Dies wird bestätigt in einer weiteren Anhörung durch Gendarmen des Luftverkehrs-Gendarmerie SRTA Paris-Charles-De-Gaulle am 28. Mai 2015. Auf Seite HA 05266 der französischen Ermittlungsakte ist protokolliert:  „Wir legen fest, dass die von den verschiedenen Spuren ausgegebene (muss wahrscheinlich heissen ausgehende) starke Stimme die des Flugkapitäns, Herrn Sondenheimer ist, und die schwache Stimme die von Herrn Lubitz.“

Aus Sicht der Eltern von Andreas Lubitz sei folgendes angemerkt:

  1. Andreas Lubitz hatte eine normale männliche Stimme. Die Aussage er hätte eine schwache Stimme gehabt, ist rein spekulativ und nicht belegt.
  2. Die Eltern von Andreas Lubitz haben sich an verschiedene Institutionen gewandt, um persönlich den Cockpit Voice Recorder anzuhören und somit zu einer Stimmenidentifizierung beizutragen. Im Einzelnen waren dies die:
  • BFU (Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung) in Deutschland
  • die Staatsanwaltschaft Düsseldorf und
  • die BEA (Bureau d’Enquêtes et d’Analyses pour la sécurité de l’aviation
    civile) in Frankreich.

All diese Anfragen wurden ohne nachvollziehbare Erklärung abgelehnt.

Auf Nachfrage der Eltern von Andreas Lubitz bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf wurde ihnen mitgeteilt, dass die deutschen Untersuchungsbehörden niemals im Besitz der Original Cockpit Voice Recorder Aufzeichnungen oder einer Kopie waren. Den deutschen Untersuchungsbehörden wurde dieses wichtige Dokument der Flugunfalluntersuchung nicht zur Verfügung gestellt…

L.U.

 

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Warum wurden fragwürdige, technisch unmögliche Betriebszustände der verunglückten Germanwings Maschine nicht untersucht?

Warum wurden fragwürdige, technisch unmögliche Betriebszustände der verunglückten Germanwings Maschine nicht untersucht?

Gleichzeitig eingestellte Flugmodi, die sich gegenseitig ausschließen –  neues, auffälliges Procedere zur Überprüfung der Funktion des Notfallcodes an der Cockpittür

Relevante Daten eines Flugzeuges werden auf dem Cockpit Voice Recorder (CVR) und dem Flight Data Recorder (FDR) gespeichert. Auf dem Cockpit Voice Recorder werden die Kommunikation der Piloten, sowie alle Geräusche im Cockpit und auf dem Flight Data Recorder physikalische Daten, wie Geschwindigkeit, Flughöhe, etc., aber auch Einstelldaten am Autopiloten-Bedienpanel FCU (Flight Control Unit), dokumentiert.

Die Recorder der verunglückten Germanwings Maschine wurden zeitverzögert geborgen und die Daten ausgelesen. Graphische Auswertungen des Flight Data Recorders sind in der französischen Ermittlungsakte dokumentiert. Luftfahrtexperten und Piloten haben die graphischen Darstellungen des Flight Data Recorders untersucht und auf Plausibiltät überprüft. Dabei gibt es eine auffällige Anomalie bei verschiedenen Parametern, siehe beispielsweise nachfolgender Ausschnitt aus der französischen Ermittlungsakte:

Objektiver_Befund_franz_Orginal_Band_03_Blatt 803-1202 (HA 00924)

Die Graphen zeigen die beiden automatischen Flug-Modi DES (Managed Descent) und OPDES (Open Descent). Es ist ersichtlich , dass gleichzeitig während des Sinkfluges die beiden automatischen Flug-Modi DES, (siehe oberer Graph) und OPDES, (siehe unterer Graph), aktiv gewesen sein sollen. Wie mehrere Airbus A320 Piloten unabhängig voneinander bestätigten, ist diese Konstellation technisch vollkommen ausgeschlossen. Beim Open Decent (OPDES) muss der Altitude Knopf, Verstellknopf für die Flughöhe, herausgezogen werden. Bei der Einstellung Managed Decent muss der Altitude Knopf (also der selbe Knopf), hineingedrückt werden. Wenn der Altitude Knopf hineingedrückt wird, wird automatisch der andere Modus deaktiviert. Somit ist vollkommen ausgeschlossen, dass beide Einstellmodi gleichzeitig aktiv gewesen sein können.

Ein weiteres Beispiel für eine Anomalie findet sich bei der Aufzeichnung der Modi  CLB (Managed Climb)  und OPCLB (Open Climb), siehe nachfolgender Ausschnitt aus der französischen Ermittlungsakte:

Objektiver_Befund_franz_Orginal_Band_03_Blatt 803-1202 (HA 00923)

Gemäss der graphischen Darstellung sind diese ebenfalls gleichzeitg im Zeitraum von ca. 09:19 bis 09:24 Uhr aktiv gewesen. Das ist ebenfalls vollkommen ausgeschlossen. Open Climb bedeutet, dass die Triebwerke mit maximalem Schub für den Steigflug laufen und die Geschwindigkeit vom Piloten vorgewählt wurde. Bei dem Modus Managed Climb, wird ein Geschwindigkeits- und Höhenprofil abgeflogen, welches vorher im Flight Management System hinterlegt wurde. Open Climb wird durch Ziehen des Altitude Knopfes ausgelöst und Managed Climb durch ein Hineindrücken des Altitude Knopfes. Wenn der Altitude Knopf hineingedrückt wird, wird automatisch der andere Modus deaktiviert. Somit ist auch hier vollkommen ausgeschlossen, dass beide Einstellmodi gleichzeitig aktiv gewesen sein können. Anzumerken ist, dass kurz nach dem Start, (siehe Kurvenverlauf um ca. 09:02 Uhr), nur die Funktion Managed Climb als aktiviert aufgezeichnet wurde und nicht gleichzeitg beide Modi. Dies entspricht der korrekten Funktionsweise und somit auch der Datenaufzeichnung.

Es gibt aber auch ein Beispiel, wo Airbus und Lufthansa nach dem Germanwings Absturz offensichtlich aktiv geworden sind und Konsequenzen gezogen haben. Es handelt sich dabei um die Überprüfung der Funktion des Keypad für das Öffnen der Cockpittür. Seit geraumer Zeit  muss bei der täglichen Inbetriebnahme des Flugzeuges das Keypad der Cockpittür und die ordnungsgemässe Funktion des Cockpittür-Verriegelungssystems durch die Piloten mittels Eingabe des Notfallcodes überprüft werden.

Kurz nach dem Unfall der Maschine gab es Hinweise aus Germanwings-Kreisen, dass das Keypad der verunglückten Germanwings Maschine bereits zu einem früheren Zeitpunkt einmal eine Fehlfunktion aufwies und zwar beim Versuch die unbeabsichtigt zugefallene Cockpittür am Boden durch Eingabe des Notfallcodes zu öffnen. Die Cockpittür ließ sich, nach Eingabe des Notfallcodes, nicht öffnen. Dies war dann nur unter Zuhilfenahme der Lufthansa-Technik möglich. Dieser Umstand wurde von Herrn van Beveren persönlich dem BEA, bereits am 28.03.2015 im Rahmen einer Anfrage, die er damals in seiner Eigenschaft als Fachjournalist an die Untersuchungsbehörde BEA stellte, sowie in einem ausführichen Telefonat mit der Behördensprecherin Martine Del Bono mitgeteilt. Es erfolgte daraufhin aber keine Reaktion bzw. Einleitung einer Untersuchung (siehe Link, Seite 98).

https://andreas-lubitz.com/wp-content/uploads/2018/04/Gutachten-zum-Germanwings-Absturz-4U9525-S-61-120.pdf

Bisher wurde die ordnungsgemässe Funktion des Notfallcodes nur durch die Wartungstechniker der Lufthansa Technik und nur alle 12.000 Flugstunden verfahrensmässig überprüft.

Aus den Cockpit Voice Recorder Aufzeichnungen ist nicht ersichtlich, dass der Kapitän den Notfallcode eingegben hat.

Ebensowenig wurde niemals aufgezeichnet bzw. dokumentiert, dass die Cockpittür seit dem Start in Barcelona bis zur Kollision in den Bergen jemals verriegelt wurde.

siehe auch Artikel:

Das absichtliche Aussperren des Kapitäns aus dem Cockpit – Die Ermittlungsakte selbst belegt, dass dies nicht der Fall war

Abschliessend bleibt die Frage bestehen, warum die fragwürdigen Betriebszustände der verunglückten Germanwings Maschine nicht ausreichend untersucht und aufgeklärt wurden, um gegebenfalls definitiv auszuschliessen, dass diese Sachverhalte zum Unglück beigetragen haben könnten?

L.U.

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Das absichtliche Aussperren des Kapitäns aus dem Cockpit

Das absichtliche Aussperren des Kapitäns aus dem Cockpit

Die Ermittlungsakte selbst belegt, dass dies nicht der Fall war

In diversen Presseberichten wurde genau das behauptet. Dies verleitete zu der Annahme, dass Andreas unmittelbar nachdem der Kapitän das Cockpit verlassen hatte, die Tür dazu verriegelte. Immer und immer wieder wurden Bilder des Verriegelungsschalters mit den Positionen UNLOCK-NORM-LOCK kommentiert, selbst vor Animationen schreckten die Medien nicht zurück, stets mit der Behauptung, Andreas hätte den Schalter auf «LOCK» gestellt.

Gemäss dem BEA Abschlussbericht zum Unfall der Germanwings Maschine (siehe Seite 12) wurde die Cockpittür um 09:30:24 Uhr geöffnet und drei Sekunden später wieder geschlossen. Zu dieser Zeit soll der Kapitän das Cockpit verlassen haben. Dies stimmt mit dem Transkript des Cockpit Voice Recorder Protokolls überein. Siehe nachfolgender Auszug aus der Ermittlungsakte:

Objektiver_Befund_dt_Übersetzung_Band_03_Blatt HA 05221:

Ca. vier Minuten später, um 09:34:31 Uhr wurde für eine Sekunde der Klingelton aufgezeichnet. Das bedeutet, dass von außerhalb des Cockpits angeläutet wurde, um den Wunsch für den Zutritt ins Cockpit anzuzeigen. Dies geht ebenfalls aus dem BEA Abschlussbericht auf Seite 13 hervor und stimmt mit den Aufzeichnungen des Cockpit Voice Recorder Transkripts überein. Siehe Auszug aus der Ermittlungsakte:

Objektiver_Befund_dt_Übersetzung_Band_03_Blatt HA 05222:

Gerade das Ertönen der Türklingel beweist aber, dass Andreas die Cockpittür nicht absichtlich verriegelt hatte. Hätte er absichtlich den Kippschalter für das Öffnen und Schließen der Cockpittür auf die Position LOCK gestellt, wäre für einen Zeitraum von 5 bis 20 Minuten, je nach Einstellung, automatisch die gesamte Elektronik der Cockpittür deaktiviert gewesen, inklusive des Keypads und des Klingeltons. Somit wäre kein Klingelton ertönt und hätte auch nicht aufgezeichnet werden können. Dass aber der Klingelton aufgezeichnet wurde, geht eindeutig aus dem BEA Abschlussbericht hervor. Damit ist sicher widerlegt, dass Andreas den Kapitän durch bewusstes Verriegeln der Cockpit-Türe ausgesperrt hat!

Abschliessend soll noch auf die Feststellung Nr. 5 im Gutachten zum Absturz von Germanwings Flug 4U9525 von Herrn van Beveren hingewiesen werden:

https://andreas-lubitz.com/wp-content/uploads/2018/04/Gutachten-zum-Germanwings-Absturz-4U9525-S-61-120.pdf

«Die ebenfalls im Bericht und bereits auch von Staatsanwalt Brice Robin am 26.03.2015 geäusserte Annahme, dass Andreas Lubitz das »Öffnen der Tür bewusst verhindert hat«, um dem Kapitän den Zutritt zu verwehren, kann nicht belegt werden und ist von daher rein spekulativ und war in Bezug auf die Aussage von Staatsanwalt Brice Robin vorschnell.

Damit beruht diese Annahme auf keinerlei nachgewiesenen bzw. belegbaren und im Bericht konsequenterweise auch angeführten Fakten».

L.U.

 

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Das Nichtvorhandensein von möglicherweise wichtigen Beweismitteln

 


Das Nichtvorhandensein von möglicherweise wichtigen Beweismitteln

Fragen nach der Existenz von Fotos/Videos die nicht zum offiziellen Absturzszenario passen und einer geänderten Absturzzeit

Gemäss der Germanwings Ermittlungsakte wurden viele Mobiltelefone, diverser Fabrikate, an der Absturzstelle gefunden. Einige davon waren unbeschädigt. Wir alle nutzen Mobiltelefone nicht nur zum Telefonieren und übermitteln von Textnachrichten, sondern auch zum Fotografien oder zum Erstellen von Videos. Man kann davon ausgehen, dass auf den geborgenen Mobiltelefonen der Absturzopfer Fotos und Videos unterschiedlichster Art gespeichert waren. Es wäre doch durchaus möglich, dass Passagiere die letzten Minuten an Bord der Germanwings Maschine, in Bildern oder Videos festgehalten haben. Besonders die in den ersten Sitzreihen, d. h. in unmittelbarer Nähe der Cockpittüre sollten die Aktivitäten des Kapitäns und des Kabinenpersonals mitbekommen haben, sofern sie bei Bewusstsein waren. Diese Bilder und Videos wären ein wichtiger Beweis für die offizielle Absturztheorie und hätten somit Bestandteil der Ermittlungsakte sein müssen. Derartige Bilder/Videos sind jedoch nicht vorhanden. Fundstücke von der Absturzstelle, die sofort zugeordnet werden konnten, wurden den Angehörigen auf direktem Wege übergeben. Dazu gehörten auch etliche Mobiltelefone. Ein Sprecher von Familien aus Spanien, Paraguay und Großbritannien, Narcis Motjé, beklagte jedoch öffentlich, dass SIM-Karten, möglicherweise mit Informationen zum Ablauf der Katastrophe, vor der Rückgabe der Handys an die Familien, entfernt worden waren. Siehe unter:

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/germanwings-absturzopfer-verklagen-fluggesellschaft-a-1140692.html
(abgerufen am 30.03.2017)

Andere Opferanwälte äußerten sich in ähnlicher Weise, nämlich dass Fotos und Videos auf den zurückgegebenen Mobiltelefonen gelöscht worden sein sollen. Unter diesen Umständen muss man sich doch die Frage stelle, warum das getan worden sein soll? Spielten möglicherweise Mirage Kampfflugzeug eine ganz andere Rolle? Was könnten Bilder oder Videos solcher Flugzeuge, aufgenommen von Passagieren des Fluges, letzten Endes bedeuten?

Gemäss der Ermittlungsakte (siehe Seite HA 04758) war in der Tat ein Mirage Kampfflugzeug unterwegs, siehe nachfolgender Ausschnitt aus der Ermittlungsakte:

Es erreichte die Absturzstelle aber erst nachdem das Flugzeug bereits abgestürzt war…

Gemäss dem offiziellen BEA Abschlussbericht, zerschellte die Germanwings Maschine um 09:41:06 Uhr (UTC) in den französischen Alpen. Eine Stunde muss dazu addiert werden, um die offizielle Zeit der Metropolregion Frankreich am Unfalltag zu erhalten. Der Aufprall der Germanwings Maschine wurde somit für 10:41:06 Uhr unserer Zeit angegeben.

In den ersten Meldungen wurde jedoch der Absturzzeitpunkt mit 10:53 Uhr angegeben, also 12 Minuten später, als im BEA Abschlussbericht festgehalten.

Am 26. März 2015 fand um 10:53 Uhr eine Schweigeminute in NRW statt, in der die Menschen der Opfer der Flugzeugkatastrophe gedachten, in unserer Stadt wurden zur gleichen Zeit die Glocken geläutet, vor der Germanwings Zentrale am Köln-Bonner Flughafen  versammelten sich Hunderte Mitarbeiter, auch das Bundeskabinett beteiligte sich an dieser Schweigeminute. Es war der Zeitpunkt, zu dem die Funkverbindung zur Germanwings Maschine mit dem Aufschlag im Gelände abgebrochen war.

https://www.derwesten.de/thema/germanwings-absturz/nrw-haelt-inne-so-lief-die-schweigeminute-um-10-53-uhr-id10501602.html
(abgerufen am 16.04.2015)

Es ist nicht nachvollziehbar, warum im Nachhinein der Absturzzeitpunkt von 10:53 Uhr auf 10:41 Uhr vorverlegt wurde und niemand nach dem Grund gefragt hat bzw. jemand das öffentlich erklärt hätte. Und so sei es erlaubt, folgende Überlegung in den Raum zu stellen:  um 10:41 Uhr hätte der Mirage Kampfjet die Germanwings Maschine nicht mehr erreichen können, 12 Minuten später aber schon…

L. U.

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Lufttüchtigkeitszeugnis – das unbeachtete Dokument

Lufttüchtigkeitszeugnis – das unbeachtete Dokument

Warum findet dieser Sachverhalt keine Beachtung?

Wenige Tage nach dem Absturz wurde uns vom Staatsanwalt versichert, dass weiterhin in alle Richtungen ermittelt würde.
Bereits während des noch laufenden Ermittlungsverfahrens veröffentlichte die Systempresse, die Nachricht, dass man bei den sichergestellten Unterlagen von Andreas Lubitz eine, am 23.03.2015, von ihm unterschriebene Patientenverfügung gefunden habe.
Diese Patientenverfügung wurde als ein Indiz für einen geplanten Suizid gewertet und medial entsprechend verbreitet.
Doch entbehrt diese Schlussfolgerung nicht jeder Logik? Eine Patientenverfügung brauche ich doch nur als lebender Mensch. Einen geplanten Flugzeugabsturz würde ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht überleben…

Einem anderen Dokument, das am gleichen Tag unterzeichnet worden war, schenkten sowohl die Ermittler als auch die Medien (verständlicherweise) wenig, genauer gesagt gar keine Aufmerksamkeit.

Nämlich einem Lufttüchtigkeitszeugnis:
Damit ein Verkehrsflugzeug sicher und ordnungsgemäß betrieben werden kann, braucht es eine gültige Zulassung. Die Bescheinigung darüber, dass es sich in einem ordnungsgemäßen Zustand befindet, der einen sicheren Flugbetrieb erlaubt, wird Lufttüchtigkeitszeugnis genannt.
Laut Ermittlungsakte war das Zertifikat der Unglücksmaschine mit dem Luftfahrzeugkennzeichen D-AIPX am 23. März 2015, also einen Tag vor dem Absturz, abgelaufen. (Siehe nachfolgender Ausschnitt des Originalzertifikats aus der Ermittlungsakte)

Es wurde zwar verlängert. Aber gemäß dem Gutachten von Herrn van Beveren, weist es gewisse Unstimmigkeiten auf. (Siehe Gutachten, Seite 129 – 130). (Link zum Gutachten)

Gutachten

• Nach geltender Verordnung (EG) Nr. 216/2008 hat ein Lufttüchtigkeits-Zertifikat eine Gültigkeit von maximal einem Jahr.
• Das Zertifikat wurde erstmals am 07.03.2014 ausgestellt und soll bis zum 23.03.2015 gültig gewesen sein, d.h. bis zum Vortage des Unfallfugs, also länger als ein Jahr.
• Es gelten aber bestimmte Sonderbedingungen für eine Verlängerung. Jedoch ist es unüblich eine solche Verlängerung, hier 16 Tage, schon gleich bei Ausstellung auf dem Dokument eintragen zu lassen.
• Maschinenschriftlich wurde dies durch den/die Prüfer/in mit der LBA Berechtigungsnummer T512, angeblich einem Herrn oder einer Frau „Boussios“ bescheinigt. Die Unterschrift unter diesem Namen passt aber nicht dazu.
• Die Verlängerung fand ausweislich des Dokuments am Tag vor dem Unfall statt und wurde von Ferenc Dulai für die Germanwings GmbH unterschrieben. Der Ablauf der Verlängerung wurde nunmehr auf den 11.03.2016, also 11 Tage vor dem eigentlich möglichen Ablauf von einem Jahr, datiert. Die über das Jahr hinausgehenden 16 Tage wurden also mit der am 23.03.2015 neu erteilten Zulassung fast wieder „eingespart“.

Diesen Sachverhalt hätte man doch überprüfen können, durch z.B. durch Vernehmungen des Wartungspersonals und denjenigen, die das mit ihrer Unterschrift zu verantworten haben.
In der gesamten Ermittlungsakte findet sich keine Befragung dieses Personenkreises.

Daraus lässt sich schlussfolgern, dass offenbar dem einen Dokument mehr Bedeutung beigemessen wird, denn es „belastet“ ja den vermeintlich Schuldigen. Das andere Dokument wird im Aktendschungel „übersehen“, und damit zum Schutzschild…

Ermitteln in alle Richtungen ist das sicher nicht.

L. U.

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Nachhall zur Pressekonferenz 2017

Nachhall zur Pressekonferenz 2017

Nach jahrelangem Nachfragen unerwartete Antworten, die niemand hören will

3. Jahrestag und Ostern sind vorbei. Wir haben uns eine längere Auszeit gegönnt und zum ersten Mal in Ruhe getrauert – zum ersten Mal gemeinsam als Familie.
Zum ersten Mal überhaupt war es möglich, unserer Trauer Raum zu geben. –
In den letzten Wochen haben wir viele Gespräche mit bekannten und unbekannten Menschen geführt, die uns allesamt gutgetan und gestärkt haben.
Auch haben wir viel über Vergangenes, Geschehenes und bis heute Unverständliches gesprochen und auf diese Weise den Weg zurück zu unserer Website gefunden, denn es haben sich noch einige Punkte herauskristallisiert, auf die wir näher eingehen möchten. Zwischenzeitlich haben wir das Gutachten aktualisiert, es steht jetzt vollständig auf dieser Website zur Verfügung.

Mit unserem heutigen Beitrag möchten wir über unsere Wahrnehmungen zur Pressekonferenz im letzten Jahr berichten, bei der Teile eben dieses Gutachtens vorgestellt wurden. Aus heutiger Sicht wäre es egal gewesen, wenn andere, vielleicht sogar relevantere Themen präsentiert worden wären. Wir wissen nicht welche Erwartungen die damals angereisten Pressevertreter im Gepäck hatten. Unsere Absicht war es jedenfalls nicht, ein alternatives Absturzszenario vorzustellen oder Andreas „rein zu waschen“, was angesichts der Menge des „Drecks“ mit dem er beworfen und in den sein und unser Name hineingezogen wurde, sowieso nicht mehr möglich war. Wir wollten, nach den vielen Lügen, Unwahrheiten und Falschinterpretationen der letzten beiden Jahre, allen Medienvertretern zur gleichen Zeit die gleichen Informationen zukommen lassen, um diesem Missstand entgegenzutreten und vorzubeugen.

Zwei Jahre waren Reporter, Journalisten, Redakteure, wie auch immer sie sich nannten, hinter uns her, wie der Teufel hinter der Seele, um Informationen zu bekommen. Was standen da nicht alles für Versprechungen dahinter! Und dann? Sofort nach dem Versenden der Einladungen an diesen Personenkreis, als noch gar nichts von einer Pressekonferenz an die Öffentlichkeit gedrungen war, erhielten wir eine E-Mail des BILD Reporters Mike Passmann, in der er uns aufforderte bis 17.15 Uhr zwei Fragen zu beantworten, nämlich warum wir uns ausgerechnet den Jahrestag der Tat für die Pressekonferenz ausgesucht hätten und ob wir dabei bedacht hätten, dass die Wahl des Tages die Gefühle der Hinterbliebenen von 149 Opfern verletzen könnte. Verschickt wurde die E-Mail um 15.00 Uhr des gleichen Tages. Selbst wenn man die Nachricht sofort gelesen hätte, wäre nicht viel Zeit für eine wohlüberlegte Antwort übrig gewesen, wenn wir nicht nur mit „ja“, „nein“, oder „vielleicht“ hätte antworten wollen. Das macht deutlich, dass man nicht wirklich eine Antwort erwartet hatte, aber später schreiben konnte, dass die Familie sich auf Nachfrage nicht geäußert hätte. Und weil das gesetzte Ultimatum, wie erwartet, verstrich, lag es auf der Hand, dann die (immer wieder gleichen) gesprächsbereiten Angehörigen und deren Anwälte damit zu konfrontieren. Obwohl noch kein einziges Wort gesagt worden war, spekulierte Opferanwalt Giemulla munter über Inhalte der Pressekonferenz und tat diese als Steckenpferd des Gutachters, somit als irrelevant, ab. (Anmerkung: er meinte Fume Events)

Letzten Endes war das Datum nebensächlich, aber bestens dazu geeignet ein negatives Stimmungsbild auf emotionaler Schiene heraufzubeschwören, hohe Verkaufszahlen garantiert. Ziel war doch auch dieses Mal, eine mediale Schlammschlacht zwischen Opferangehörigen und der Familie Lubitz zu provozieren.
Warum sind die Damen und Herren Journalisten der Veranstaltung nicht einfach ferngeblieben? Ein Boykott wäre doch das Mittel der Wahl gewesen. Die feindselige Stimmung war über den Bildschirm bis nach Hause spürbar. Das Klicken der Kameras zu Beginn hatte einmal mehr etwas von einer Hinrichtung.
Eine Akkreditierung war erforderlich, da wesentlich mehr Interessierte gekommen waren, als der Veranstaltungsort Personen fassen konnte.
Nicht alles verlief pannenfrei, nicht alles konnte so professionell präsentiert werden, wie es geplant war, schon aus Zeitgründen nicht.
Am Ende war für die STERN Reporterin Herrnkind die wichtigste Frage, die nach der Bezahlung. Das zeigt deutlich, ihr Desinteresse an den restlichen Inhalten der Pressekonferenz und wie wenig wohlgesonnen sie uns gegenüber war und ist. Dann ist eine solche E-Mail, geschrieben an unseren Medienanwalt

warum wir denn der „Welt am Sonntag“ einen Brief geschrieben hätten, das
würde doch nur konservative Leser erreichen. Wir sollten ihnen (dem Stern) ein Interview geben, wie die Angehörigen. Ob die Lubitz-Eltern wüssten, dass der Stern noch immer zu den größten Magazinen Europas gehöre? Bei ihnen (dem Stern) wären wir sehr gut aufgehoben

Heuchelei! Und dann sei meinerseits die Frage erlaubt, wieviel sie, wem auch immer, bezahlt hat, um an eine sehr persönlich gehaltene Computerdatei von Andreas von 2009 zu kommen, die er als kleines Buch über das Erleben und Überwinden seiner depressiven Episode erstellt und ihm nahestehenden Personen gewidmet hatte. Etwas, was nie für die Öffentlichkeit bestimmt war dann wortwörtlich im STERN abzudrucken und nach Belieben aus Fragmenten einen Bogen zum Jahr 2015 zu spannen, ist schon ziemlich geschmacklos und dreist.

Und zu guter Letzt soll ein Fernsehbeitrag von RTL in der Sendung EXTRA am 27.03.2017 ausgestrahlt, nicht unerwähnt bleiben. Da behauptet deren Luftfahrtexperte Ralf Benkö, sich das 800 Seiten lange Gutachten des Herrn van Beveren genau angeschaut zu haben, er aber keine neue Theorie erkennen könne, warum der Flieger abgestürzt sein könnte.
Erstens umfasst das komplette Gutachten weit mehr als 800 Seiten. (siehe Gutachten mit den dazugehörigen Anlagen)
Und zweitens: zum damaligen Zeitpunkt war der Inhalt nur Herrn van Beveren selbst und uns bekannt. Der Einspieler zeigte den Experten Benkö keineswegs beim Durchblättern des Gutachtens, sondern, deutlich erkennbar, mit der deutsche Version des BEA Abschlussberichtes in der Hand.

Es lebe der investigative Journalismus und die Wahrheit!

Es ist bedauerlich, dass das Echo auf unseren Gang an die Öffentlichkeit so schnell verhallt ist. Manch ein Hinweis oder eine Information wären es wert gewesen, noch einmal genauer hinzuschauen oder an entsprechenden Stellen nachzufragen, auch von Seiten der Behörden oder der Regierung. Dass diese am Tag der Pressekonferenz nicht sofort Stellung nehmen konnten und damit auf die sofortige Nachfrage der Medien die Dementis folgten, ist logisch. Vielleicht muss und sollte erst einmal für eine Weile Ruhe einkehren.

Bliebe die Hoffnung, dass sich zu einem späteren Zeitpunkt unvoreingenommene Menschen mehr Gedanken machen…

L. U.

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Welt am Sonntag – wie Springer Medien Sachverhalte bewusst falsch darstellen